Kapitel 8 – Was uns anzieht (und ob Männer wirklich immer nur das eine wollen)

Natürlich muss ein Buch über evolutionäre Grundlagen menschlichen Verhaltens auch eines der wichtigsten Themen unseres Lebens behandeln: Was zieht uns am anderen Geschlecht an? Nur wem es gelingt, einen gegengeschlechtlichen Mitmenschen wenigstens kurzfristig für sich einzunehmen, hat die Chance, seine Gene weiterzureichen, womit er seinen „evolutionären Auftrag“ erfüllt hat. Was also zieht uns an? Dies ist die leitende Frage von Kapitel 8.

Der Psychologe Martin Gründl von der Universität Regensburg hat gemeinsam mit einigen Kollegen die Seite Beautycheck gestaltet, die zahlreiche der hier berichteten (und noch viel mehr) Befunde zusammenfasst und interessante Klicktipps enthält:

http://www.beautycheck.de/cmsms/index.php

Haben Sie, vielleicht bei einem morgendlichen Blick in den Spiegel, schon einmal gedacht, was für ein langweiliges Durchschnittsgesicht Sie haben? Keine Sorge: Durchschnittlichkeit ist durchaus nicht unattraktiv. Und das gilt überall auf der Welt, wie hier nachzulesen ist:

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2435688/The-average-woman-revealed-Study-blends-thousands-faces-worlds-women-look-like.html

Man kann es auch selber ausprobieren und Durchschnittsgesichter herstellen:
http://faceresearch.org/demos/average

Und wenn man will, kann man dazu auch nur Bilder von berühmten Persönlichkeiten benutzten:
http://faceresearch.org/demos/famous

Wer sich einen weiteren Überblick über die Attraktivitätsforschung verschaffen möchte, dem sei dieses unlängst erschienene E-Book empfohlen
Renz, U. (2014). Schönheit – Eine Wissenschaft für sich. Sefa Verlag.

Ulrich Renz: Schönheit. Eine Wissenschaft für sich (Hardcover)

Der Psychologe David Buss vertritt eine evolutionäre Perspektive auf die Attraktivität zwischen Männern und Frauen. Die Psychologin Alice Eagly hat ihm jedoch deutlich widersprochen, und die Daten von Buss reeinterpretiert. Wenn Sie David Buss und Alice Eagly einmal selbst ihre Positionen darstellen sehen wollen, schauen Sie sich dieses Video an:

Wir finden Symmetrie nicht nur schön, wir „riechen sie auch“. Was damit gemeint ist, stellt dieser britische Clip anhand einer Untersuchung dar, die der in meinem Buch beschriebenen zum „Duft der Symmetrie“ zumindest prinzipiell nachempfunden ist:

Die evolutionäre Sicht wird unter anderem auch durch Befunde gestützt, dass hungrige Männer kurvigere Frauen attraktiver finden. Hier nachzulesen:

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2650221/Why-hungry-man-loves-curvy-woman-They-evolved-prefer-people-better-access-food.html

 

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